Thursday, January 26, 2017

Impotenz – Ursachen und Lösungen

Typische Grunderkrankungen, welche zu einem Erektionsproblem führen können, sind z.B. der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, Arteriosklerose (Verkalkung der Blutgefäße, daher kann die Blutzufuhr in den Penis reduziert sein) und viele andere Leiden. Begünstigend wirken ebenfalls Rauchen und ausgeprägter Konsum von Alkohol oder anderen Drogen. Häufig sind auch Medikamentennebenwirkungen auslösend, dabei sind typischerweise Blutdruck- und Herzkranke betroffen, die mit Medikamente aus der Gruppe der Betablocker behandelt werden. Daher ist bei der Diagnosestellung neben der körperlichen Untersuchung eine gründliche organische, soziale und psychische Anamnese unbedingt notwendig.


Zur Behandlung der Impotenz können vor allem Medikamente erfolgreich eingesetzt werden. Am wirksamsten sind die Phosphodiesterase-5-Hemmstoffe (z.B. Viagra und Cialis). Dabei sollte berücksichtigt werden, dass die Medikamente Nebenwirkungen haben und absolute Kontraindikationen aufweisen (z.B. kann eine gleichzeitige Therapie mit Nitraten starke Blutdruckabfälle und Herzinfarkte auslösen). Es kann auch mit natürlichen Potenzmitteln wie Virility Ex geholfen werden.

Lokal können so genannte Prostaglandine angewendet werden. Diese können von außen in die Harnröhre gegeben oder direkt in den Schwellkörper gespritzt werden.

Eine schonende Alternative ist die Penispumpe. Der Penis wird in ein Plastik-Rohr eingeführt. Dieses ist mit einem meist manuellem Pumpsystem verbunden. Der entstehende Unterdruck versteift dann den Penis, da Blut in das Glied gesaugt wird. Gehalten wird die Erektion, in dem über das erigierte Glied ein Penisring gezogen wird, welcher den Blutabfluss reduziert.

Auch gezieltes Beckenbodentraining kann bei der Impotenz erfolgreich sein, da die Beckenmuskeln für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Erektion nötig sind. Diese Funktion kann unter professioneller Anleitung durch Training deutlich verstärkt werden.

Operative Therapien sind bei der Behandlung der Erektionsstörung kaum noch notwendig, in der Regel nur noch bei z.B. Unfällen, die einen organischen Schaden verursacht haben. Penisprothesen sind durch die wirksamen Alternativen weitestgehend vom Markt verschwunden.

Bei psychischen Ursachen für ein Erektionsproblem ist eine Sexualtherapie zu empfehlen. Diese ist sicherlich auch bei körperlichen Impotenz-Ursachen begleitend sinnvoll.